Die Anglikanische Kirche
Die Anglikanische Kirche ist eine weltweite Gemeinschaft eigenständiger Nationalkirchen („Anglican Communion“). Kennzeichnend für die anglikanische Kirchengemeinschaft ist unter anderem eine starke Prägung durch die Vielfalt unterschiedlicher liturgischer Ausdrucksformen, theologischer Akzentsetzungen und kultureller Kontexte. Vor dem Hintergrund des eigenen synodalen Aufbruchs kann die katholische Kirche wichtige Impulse vom Prinzip der episkopalen und synodalen Kirchenstruktur der anglikanischen Gemeinschaft gewinnen. Die Beziehungen der römisch-katholischen Kirche zur Anglikanischen Gemeinschaft sind seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil intensiv gewachsen.
Der anglikanisch-römisch-katholische Dialog
Bedeutsam für den anglikanisch-römisch-katholischen Dialog ist die Arbeit der Anglikanisch-Römisch-Katholischen Internationalen Kommission (ARCIC), die in mehreren Dialogrunden weitreichende Übereinstimmungen in Fragen von Eucharistie und Amt erzielt hat. Besondere Herausforderung für das ökumenische Gespräch stellen allerdings nach wie vor die Frage nach der Autorität des Papstes sowie die Frage nach der Zulassung von Frauen zum Weiheamt dar.