Orthodoxie

Die Beziehungen des Möhler-Instituts mit den Kirchen der östlichen und orientalischen Orthodoxie wurden bis zum Jahr 2000 von einem nebenamtlichen Mitarbeiter (Dr. Johannes Madey) gepflegt. Seit dem Jahr 2001 hat Dr. Johannes Oeldemann als einer der hauptamtlichen Direktoren die Aufgabe, die ökumenischen Dialoge mit den orthodoxen Kirchen sowie deren Selbstverständnis und Gegenwartslage zu erforschen. Hierfür ist er Mitglied der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland sowie der Arbeitsgruppe „Kirchen des Ostens“ der Ökumenekommission.

 

Arbeitskreis St. Irenäus

Der Gemeinsame orthodox-katholische Arbeitskreis St. Irenäus wurde im Jahr 2004 auf Initiative des Möhler-Instituts für Ökumenik und einiger katholischer Ostkirchenexperten aus Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden gegründet. Er hat sich inzwischen zu einem international anerkannten Dialogforum zwischen orthodoxen und katholischen Theologinnen und Theologen entwickelt.

Dem Arbeitskreis gehören 13 orthodoxe Theologen aus verschiedenen orthodoxen Ortskirchen (Konstantinopel, Antiochien, Russland, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Ukraine, Amerika) und 13 katholische Theologen aus verschiedenen Ländern (Argentinien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Kroatien, Libanon, Malta, Niederlande, Österreich, USA) an.

 

Stipendienprogramm der Deutschen Bischofskonferenz

Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz betreut das Möhler-Institut seit 2013 das Stipendienprogramm für Theologinnen und Theologen aus den orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen.

Mit dem Programm unterstützt die Deutsche Bischofskonferenz Theologiestudierende und geistliche Personen aus diesen Kirchen bei einem Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten dabei die Möglichkeit, das kirchliche Leben in Deutschland kennenzulernen und sich mit theologischen, kirchengeschichtlichen, exegetischen und pastoralen Methoden und Fragestellungen der westlichen Theologie auseinanderzusetzen.

Das Stipendienprogramm leistet damit zugleich einen Beitrag zum ökumenischen Austausch und zur persönlichen Begegnung zwischen den Kirchen.

 

PRO ORIENTE

Der Pflege der internationalen ökumenischen Beziehungen dient die Arbeit als Konsultor der Stiftung PRO ORIENTE (Wien) sowie die Mitgliedschaft in der Pro-Oriente-Kommission für den orthodox-katholischen Dialog (POSCOCD). Aus dieser Kooperation sind gleich zwei Projekte hervorgegangen: Zum einen die konfessionskundlichen Informationen über die verschiedenen Ostkirchen auf der Website von PRO ORIENTE, die von Dr. Oeldemann verfasst wurden. Zum anderen die Datenbank ORTHCATH mit Dokumenten des orthodox-katholischen Dialogs auf den verschiedenen Ebenen.

Kooperationen & Mitgliedschaften

Gesellschaft zum Studium des christlichen Ostens (GSCO)

Das Möhler-Institut ist Mitglied in der „Gesellschaft zum Studium des christlichen Ostens“ (GSCO). Die Gesellschaft wurde 2001 gegründet und ist eine Arbeitsgemeinschaft verschiedener Institute und Einzelpersonen zur Förderung der Erforschung des Christlichen Ostens. Sie vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete wie Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaft mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener christlicher Kirchen.

International Orthodox Theological Association“ (IOTA)

Außerdem ist das Möhler-Institut am Future Leaders Program der „International Orthodox Theological Association“ (IOTA) beteiligt. Die IOTA ist eine Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie weiteren Fachleuten, die sich dem weltweiten Wissensaustausch im Bereich der orthodoxen Tradition widmet.

Zuständiger Direktor

Dr. Johannes Oeldemann, Direktor am Möhler-Institut für Ökumenik

Dr. Johannes Oeldemann

Direktor

Leiter des Stipendienprogramms für orthodoxe Theologen