Forschungsprojekt
Konfessionelle Identität aus römisch-katholischer Perspektive
Das Projekt geht der Frage nach, wie römisch-katholische Identitäten gebildet werden. Dazu kommen religionssoziologische, konfessionskundliche, ökumenische und kulturwissenschaftliche Perspektiven in den Blick. Konfessionelle Identitäten sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Rollenverständnisse, Bekenntnistraditionen, institutionelle oder persönliche Profile, gesellschaftliche und zeitgeschichtliche Kontexte bedingen sich gegenseitig bei der Ausprägung konfessioneller Selbstverständnisse. An einigen Beispielen von Einzelpersonen(-gruppen) und Institutionen aus dem römisch-katholischen Raum wird exemplarisch aufgezeigt, wie die Entstehung und Transformation konfessioneller Identitäten ablaufen und sich entwickeln. Dies wirft die Frage auf, inwiefern Konfessionsgrenzen als flexibel wahrgenommen werden und inwiefern konfessionelle Identitäten weniger als fixe Größen zu verstehen sind, sondern sich als Antworten auf verschiedene Anlässe herausbilden, die das Katholische versuchen zu beschreiben.