In dem von Wolfgang Thönissen herausgegebenen Band, der den Titel „Ökumene und die Einheit der Kirche“ trägt, werden Grundlagen, Wege und Ziele der Ökumene aus katholischer Perspektive beschrieben. Nach einem einführenden Kapitel von Wolfgang Thönissen zur Methodik, den Quellen und den Grundmotiven ökumenischer Theologie folgen zwei Beiträge von Burkard M. Zapff und Robert Vorholt zum Verständnis der Einheit des Volkes Gottes bzw. der Kirche in der Heiligen Schrift. Andrea Riedl und Wolfgang Thönissen schildern ausgewählte Ereigniskomplexe, die das Ringen der Kirchen um Einheit im Laufe der Kirchengeschichte verdeutlichen. In einem gemeinsam von Tim Lindfeld und Wolfgang Thönissen verfassten Beitrag geht es um die ökumenische Bewegung und ihre Institutionalisierung im Laufe des 20. Jahrhunderts. Johannes Oeldemann gibt einen Überblick über die ökumenischen Dialoge auf multilateraler und bilateraler Ebene, beschreibt die behandelten Themen und reflektiert über die Methodik und die Zielsetzung theologischer Dialoge. Die folgenden Kapitel, die alle aus der Feder von Wolfgang Thönissen stammen, beschreiben die ekklesiologischen Voraussetzungen der Ökumene aus katholischer Sicht, stellen unter Rückgriff auf die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils die Grundlagen der Ökumene und Leitlinien für die ökumenische Praxis dar und bieten eine ausführliche Reflexion über das Ziel der Ökumene. Zwei Kapitel zum Thema „Ökumene und Religionsfreiheit“ sowie „Ökumene und der Dialog der Religionen“ schließen den Band ab. Der erste Band des Handbuchs, herausgegeben von Johannes Oeldemann, behandelt die Konfessionskunde. Der dritte Band, herausgegeben von Burkhard Neumann, ist in Vorbereitung und wird die Themen ökumenischer Theologie in systematischer Perspektive erschließen.
Handbuch der Ökumene und Konfessionskunde – Bd. 2 erschienen
In dieser Woche ist der 2. Band des vom Möhler-Instituts herausgegebenen „Handbuchs der Ökumene und Konfessionskunde“ erschienen.